Musikalische Früherziehung (3 – 5 Jahre)

Wir laden Dein Kind herzlich in die Musikalische Früherziehung zum gemeinsamen Musizieren ein. Der Kurs geht 45 Minuten und besteht aus 3 bis 8 Schülern.

Damit Dein Kind in seiner Kreativität und Fantasie nicht gehemmt wird, bevorzugen wir in Abgrenzung zum Musikalischen Eltern-Kind-Kurs den Unterricht ohne Dich als Elternteil. Das Konzept unserer Musikalischen Früherziehung ist von uns selbst entwickelt und wird an jeden unserer Lehrer weitergegeben.

_6MN3902Dein Kind lernt verschiedene Instrumente aus dem elementaren und dem traditionellen Musikbereich kennen. Fingerspiele und Sprechverse mit verschiedenen Metren lockern die Unterrichtsstunde auf. Im Unterricht verbinden wir einfache Tanzformen und kreativen Kindertanz mit Musikalischer Früherziehung. Zu neuen und alten Liedern aus verschiedenen Kulturen und Epochen wird gesungen, auf Instrumenten gespielt und getanzt – sie werden ganzheitlich erfahren. Die Themen orientieren sich an den Jahreszeiten, Feiertagen sowie an der kognitiven Entwicklung Deines Kindes.

Wir werden Instrumente basteln, Bilder malen und uns Bildgeschichten ausdenken. Das Erkunden der klanglichen Möglichkeiten an richtigen Instrumenten laden zum gemeinsamen Experimentieren ein. Eine freudige Grundstimmung lässt Deinem Kind Raum zur Kreativität. Fantasievolle Klanggeschichten sollen es animieren, eigene Gestaltideen zu entwickeln. Dein Kind taucht in verschiedene Märchen, Gedichte und Geschichten ein. Der spielerische Umgang mit Noten führt es in die vielfältige Welt der Notenlehre ein. Im Anschluss an die Musikalische Früherziehung wird Dein Kind ins Instrumentenkarussell aufsteigen oder auf Wunsch zum Instrumental- und Vokalunterricht wechseln, um bereits ein richtiges Instrument zu lernen.

Kognitive Entwicklung
In diesem Alter erweitert sich die Kontaktaufnahme und die Kommunikation auf Personen außerhalb der Familie. Ein weiterer Schritt im Ablöseprozess. Die Welt erschließt sich dem Kind immer mehr. Die Kinder entdecken sich in verschiedenen neuen Situationen selbst und lernen sich in die Gruppensituation einzufinden. Sie übernehmen allmählich Verantwortung für sich in der Gruppe. Sie nehmen Kontakt zu anderen Kindern und zur Lehrperson auf und lernen, eigenständig zu agieren und zu reagieren. Besonders entfaltet sich der Umgang mit Emotionen, die differenzierte sensorische Wahrnehmung, das Verfeinern der stimmlichen und sprachlichen Fähigkeiten sowie das Verstehen und Denken in einfachen Zusammenhängen. Sie lernen ihre Fantasie und Kreativität und ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche klarer und verständlicher auszudrücken. Die Kinder können nun auch das Sprechen und Singen voneinander unterscheiden, lernen rhythmisiertes Sprechen und rhythmisierte Grundfortbewegungsarten. Sie erfinden zunehmend eigene rhythmische und melodische Texte und Lieder und entwickeln so langsam ein eigenes Repertoire an Liedern, Sprechversen und Musikstücken. Ganz nebenbei lernen sie die Grundlagen der Musiklehre kennen. Die Kinder schaffen den Durchbruch von ihrer persönlichen in die objektive Welt der Musik. Oft stehen sie zwischen ihrer eigenen Fantasiewelt und der Realitätswelt der Erwachsenen. Sie finden immer mehr Gefallen am Imitieren und später am Erfinden. Dabei verwenden sie die gelernten musikalischen Muster.

Die Kinder beginnen ein eigenes Repertoire, eigene Erlebnisse aufzubauen. Dabei spielen eigene Texte, Lieder und Geschichten eine große Rolle. Sie definieren nicht nur ihr Erlebtes, sondern schaffenen dadurch ihre eigene Identität. Klänge, Rhythmen und Melodien werden dabei komplex und sehr bildhaft erfahren. Kinder lieben das Singen von Liedern in Verbindung mit Spiel und darstellender Bewegung. Sie schlüpfen in die Rolle von Tieren, Menschen, Gegenständen und Fantasiewesen. Die Musik wird so zur „Hexenmusik“, „zur Wassermannmusik“, zur „Schneeflockenmusik“ oder zur „Blumenwiese“. Allmählich bildet sich die Fähigkeit aus, einzelne Instrumente aus der gehörten Musik herauszukristallisieren.

Wer unterrichtet?

Eva Vossmerbäumer

Galina Baida

Luba Georgiev

Mareen Wilke

Natascha Bell

Susannah Bartels

Wer unterrichtet wann und wo?

Noch Fragen?

Wann sollte ich zum Unterricht erscheinen?
Kommt bitte rechtzeitig zum Unterricht! Kinder sind sehr unterschiedlich. Gut wäre aber, wenn Ihr spätestens 5 bis 10 Minuten vor Beginn da seid. Dann bleibt genug Zeit, sich umzuschauen, sich hinzusetzen und in Ruhe anzukommen. Ist die Tür schon zu, zieht Euch bitte vor dem Raum aus und kommt leise herein.
Was sollte ich nicht mitbringen?
Bringe bitte weder Essen noch Spielzeug mit. Diese 40 bis 45 Minuten gehören der Musik. Hände und Mund brauchen „Bewegungsfreiheit“ für alle Aktivitäten. Sollte Dein Kind unbedingt sein geliebtes Kuscheltier mitbringen wollen, ist das kein Problem. Möchte Dein Kind sein neues Instrument vorstellen, kann es das gerne mit zum Unterricht bringen.
Nehme ich am Unterricht meines Kindes teil?
Die Musikalische Früherziehung findet bereits ohne Eltern statt. Sollte Dein Kind quereinsteigen, bist Du selbstverständlich am Anfang zur Eingewöhnung Deines Kindes an die Gruppe mit dabei. Das sollte jedoch nicht zur Regel werden. Erfahrungsgemäß lassen sich Kinder ab einem bestimmtem Alter mehr auf den Unterricht ein, wenn die Eltern nicht anwesend sind.
Wie sollte ich mich während der Eingewöhnung mit meinem Kind verhalten?
Bitte versuche Dich frei zu machen von festen Erwartungen an Dein Kind beim Unterricht. Akzeptiere sein Verhalten mit Aufgeschlossenheit und Toleranz! Manche Kinder nehmen sofort an allem teil, während andere lange hauptsächlich zuschauen. Diese nehmen gleichfalls alles auf, warten aber länger, ehe sie selber etwas in der Gruppe ausprobieren. Das darf so sein! Bleibe einfach Vorbild für Dein Kind. Singe und klatsche mit. Dein Kind darf zuschauen und zuhören. Es wird zu seiner Zeit mitsingen und mitklatschen! Oft fordert es zu Hause bald schon Musik aus dem Unterricht.

Die Idee ist, dass alle Kinder im Schoß sitzen bleiben und beispielsweise so den Grundschlag eines Kniereiters mit dem ganzen Körper aufnehmen und verinnerlichen. In der Praxis sieht es so aus, dass manche das genießen, andere aber lieber neben ihrer Begleitperson sitzen wollen und wieder andere sogar im Laufe einer Unterrichtsstunde trotz der Abwechslung im Programm ausbrechen und im Raum herumwandern.

Alles ist in Ordnung, solange ein Kind nicht wirklich stört! Jedes Kleinkind lernt individuell für sich nach seinem eigenen Zeitplan. Versuche bitte es zurückzuhalten und durch Dein Vorbild wieder ins Gruppengeschehen einzubeziehen. Übe aber keinen Zwang aus. Bis zu 40 Minuten Musikunterricht sind trotz allem kindgerechten Vorgehen ein hoher Anspruch an das Kind. Es entscheidet, wann’s genug ist. Genieße einfach weiter die Musik und nehme die Verse und Lieder als Idee für Zuhause mit. Die nächste Gelegenheit, bei der Dein Kind dankbar und begeistert einsteigt, kommt bestimmt! Und hören und die Atmosphäre aufnehmen wird es auch trotz eines Abstandes zur Gruppe.

Also: Nur wenn Dein Kind wirklich den Ablauf stört, gehe bitte mit ihm kurz an die Seite oder aus dem Raum. Auszeiten vom Gruppengeschehen sind erlaubt. Bitte plaudere während der Musikstunde möglichst nicht mit anderen Erwachsenen. Als Vorbild Deines Kindes zeigst Du ihm sonst, dass Du nicht hin-, sondern weghörst. Warum sollte Dein Kind dann zuhören und mitmachen? Es ist Eure gemeinsame Zeit! Wende Dich ihm ganz zu! Es hört sich pathetisch an, aber es ist ein unbezahlbares Geschenk an Dein Kind, ein Schatz für seine Kindheitserinnerungen.

Wie lange dauert die Eingewöhnungszeit?
Die Eingewöhnungeszeit richtet sich nach Deinem Kind. Durchschnittlich dauert es 2 – 4 Wochen. Manche Kinder brauchen etwas länger. Erwarte nicht zu schnell von Deinem Kind, dass es sich von Dir löst. Lass ihm Zeit!
Wie viele Teilnehmer gibt es in einer Gruppe?
Die Gruppenstärke hängt von der Gruppendynamik ab und wird von uns individuell bestimmt. Maximal 8 Teilnehmer können in einer Gruppe sein.
Wie lange geht eine Unterrichtseinheit?
Eine Unterrichtseinheit geht 45 Minuten.
Findet in den Schulferien Unterricht statt?
Nein, an gesetzlichen Feiertagen und in den Schulferien des Landes Berlin ist kein Unterricht.
Wird das Unterrichtsentgelt auch in den Schulferien gezahlt?
Ja, denn das monatliche Unterrichtsentgelt entspricht einem Jahresbeitag, der auf zwölf Monate verteilt gezahlt wird. Daraus leitet sich eine kontinuierliche Zahlweise auch in den Schulferien ab. Würde in der unterrichtsfreien Zeit nicht gezahlt werden, müsste das Unterrichtsentgelt jeden Monat neu berechnet und dadurch unterschiedlich hoch ausfallen. In der Jahressumme käme man jedoch auf den gleichen Betrag wie bei kontinuierlicher Zahlweise. Streng genommen müssten die Unterrichtsgebühren bei diskontinuierlicher Zahlweise sogar höher ausfallen, da der verwaltungstechnische Aufwand erheblich höher wäre als bei kontinuierlicher Zahlweise.