Musikalischer Eltern-Kind-Kurs (1 – 4 Jahre)

_6MN3889Im Musikalischen Eltern-Kind-Kurs laden wir Dich und Dein Kind zum gemeinsamen Musizieren ein. Der Kurs geht 40 Minuten und besteht aus 3 bis 8 Eltern-Kind-Paaren. Der Musikalische Eltern-Kind-Kurs ist eine Weiterentwickelung des oft als Musikgarten bekannten frühmusikalischen Unterrichtkonzepts für Kinder, für das jeder Lehrer von uns fortgebildet wurde.

Die angebotenen Inhalte im Unterricht gehen speziell auf den wachsenden Erlebnisraum Deines Kindes ein. Dein Kind nimmt Musik anders als Du auf – umfassender, vielfältiger und mit allen Sinnen. Jedes Kind hat seine eigene Art und Weise die gehörte Musik aufzunehmen und auf sie zu reagieren – manche sitzen still, andere rennen herum und wieder andere spielen mit den Instrumenten oder singen zur Musik. Im Unterricht wird die Neugierde Deines Kindes unterstützt, Lob und Vertrauen in seine Fähigkeiten gesetzt.

Im Alter von 1 bis 4 Jahren lösen Musikinstrumente eine besondere Faszination auf Dein Kind aus. Sie laden zum Spielen und Entdecken ein. Dein Kind lernt viele verschiedene Instrumente aus den elementaren und traditionellen Bereichen kennen. Für das interaktive Spiel mit den Instrumenten erhält Dein Kind einen angemessenen Zeitraum.

Hin und wieder werden wir uns Utensilien, die wir für den Unterricht gebrauchen können, basteln. Erste Klanggeschichten sollen Dein Kind animieren, eigene Gestaltideen zu entwickeln. Neue und alte Lieder werden getanzt, gesungen, ganzheitlich erfahren und gespielt. Fingerspiele und Sprechverse mit verschiedenen Metren lockern die Musikstunde auf. Eine freudige Grundstimmung lässt Deinem Kind Raum zur Kreativität. Die Themen orientieren sich an den alltäglichen Dingen des Lebens: an der Familie, am Kindergarten, an den Jahreszeiten, Feiertagen, Freundschaften und natürlich an der kognitiven Entwicklung Deines Kindes. Dabei integrieren wir Musik aus verschiedenen Kulturen und Epochen. Musikalische Inhalte werden mit Themen anderer Bildungsbereiche vernetzt.

Kognitive Entwicklung
Die musikalische Kommunikation fördert die Sprachentwicklung, die Sinneswahrnehmung, wie den taktilen, auditiven, visuellen und kinästhetischen Sinn, die Sensomotorik und die Motorik. Zur nonverbalen Kommunikation kommt allmählich die verbale hinzu. Das Kind hat hier den Wunsch, ernst genommen zu werden. Hat es die Möglichkeit, mit seiner Stimme zu experimentieren, erzeugt es unterschiedlich hohe und tiefe Töne und hält oft auch den Ton auf einer Tonhöhe aus. Diese Stimmexperimente werden oft mit großen oder kleinen Bewegungen verbunden. Im Mittelpunkt des Musikunterrichts steht die musikalisch-interaktive Beziehung der Bezugsperson zum Kind. Das Kind hat dadurch die Gelegenheit zu erfahren, dass es selbst Musik in sich trägt, die seinen Gefühlen und Empfindungen entspricht. Darüber hinaus wird es für das Kind später leichter sein, seine Gefühle und Wünsche zu äußern.

Gerade in den ersten drei Lebensjahren spielt Musik eine prägende Rolle. Aufgrund der wachsenden motorischen Geschicklichkeit, der wachsenden wahrgenommenen Gefühle und der wachsenden Fantasie wird sie besonders intensiv verinnerlicht. Musikalische Eindrücke werden entweder innerlich oder durch äußere Aktionen verarbeitet. In dieser Phase nimmt die stimmliche Beteiligung rapide zu. Das Kind tönt zur Musik oder erzählt und fragt. Manche Kinder singen bevor sie sprechen können. Sie beginnen mit ihrer Stimme zu experimentieren. Sie testen ihre Stimmlage und ihre Lautstärke. Wächst das Kind mit viel Gesang und Instrumentalmusik auf, so singt es auch in Wohlfühlsituationen vor sich her und hat damit die Möglichkeit, eine Strategie zu entwickeln, sich in Stresssituationen selbst zu beruhigen.

Wer unterrichtet?

Eva Vossmerbäumer

Galina Baida

Luba Georgiev

Mareen Wilke

Natascha Bell

Wer unterrichtet wann und wo?

Noch Fragen?

Wann sollte ich zum Unterricht erscheinen?
Kommt bitte rechtzeitig zum Unterricht! Kinder sind sehr unterschiedlich. Gut wäre aber, wenn Ihr spätestens 5 bis 10 Minuten vor Beginn da seid. Dann bleibt genug Zeit, sich umzuschauen, sich hinzusetzen und in Ruhe anzukommen. Ist die Tür schon zu, zieht Euch bitte vor dem Raum aus und kommt leise herein.
Was sollte ich nicht mitbringen?
Bringe bitte weder Essen noch Spielzeug mit. Diese 40 bis 45 Minuten gehören der Musik. Hände und Mund brauchen „Bewegungsfreiheit“ für alle Aktivitäten. Sollte Dein Kind unbedingt sein geliebtes Kuscheltier mitbringen wollen, ist das kein Problem. Möchte Dein Kind sein neues Instrument vorstellen, kann es das gerne zum Unterricht mitbringen.
Nehme ich am Unterricht meines Kindes teil?
Ja, die Musikalischen Eltern-Kind-Kurse (MEK) bestehen immer aus einem Kind und einem Elternteil. Die Musikalische Früherziehung (MFE) ist dagegen schon ohne Eltern, sieht aber eine Eingewöhnungszeit für die Kinder vor, wo die Eltern dabei sind. Siehe nächste Frage.
Wie lange dauert die Eingewöhnungszeit?
Die Eingewöhnungszeit richtet sich nach Deinem Kind. Durchschnittlich dauert sie 2 – 4 Wochen. Manche Kinder brauchen etwas länger. Erwarte nicht zu schnell von Deinem Kind, dass es sich von Dir löst. Lass ihm Zeit!
Wie sollte ich mich mit meinem Kind verhalten?
Bitte versuche Dich frei zu machen von festen Erwartungen an Dein Kind beim Unterricht. Akzeptiere sein Verhalten mit Aufgeschlossenheit und Toleranz! Manche Kinder nehmen sofort an allem teil, während andere lange hauptsächlich zuschauen. Diese nehmen gleichfalls alles auf, warten aber länger, ehe sie selber etwas in der Gruppe ausprobieren. Das darf so sein! Bleibe einfach Vorbild für Dein Kind. Singe und klatsche mit. Dein Kind darf zuschauen und zuhören. Es wird zu seiner Zeit mitsingen und mitklatschen! Oft fordert es zu Hause bald schon Musik aus dem Unterricht.

Die Idee ist, dass alle Kinder im Schoß sitzen bleiben und beispielsweise so den Grundschlag eines Kniereiters mit dem ganzen Körper aufnehmen und verinnerlichen. In der Praxis sieht es so aus, dass manche das genießen, andere aber lieber neben ihrer Begleitperson sitzen wollen und wieder andere sogar im Laufe einer Unterrichtsstunde trotz der Abwechselung im Programm ausbrechen und im Raum herumlaufen.

Alles ist in Ordnung, solange ein Kind nicht wirklich stört! Jedes Kleinkind lernt individuell für sich nach seinem eigenen Zeitplan. Versuche bitte es zurückzuhalten und durch Dein Vorbild wieder ins Gruppengeschehen einzubeziehen. Übe aber keinen Zwang aus. Bis zu 40 Minuten Musikunterricht sind trotz allem kindgerechten Vorgehen ein hoher Anspruch an das Kind. Es entscheidet, wann’s genug ist. Genieße einfach weiter die Musik und nehme die Verse und Lieder als Idee für Zuhause mit. Die nächste Gelegenheit, bei der Dein Kind dankbar und begeistert einsteigt, kommt bestimmt! Und hören und die Atmosphäre aufnehmen wird es auch trotz eines Abstandes zur Gruppe.

Also: Nur wenn Dein Kind wirklich den Ablauf stört, gehe bitte mit ihm kurz an die Seite oder aus dem Raum. Auszeiten vom Gruppengeschehen sind erlaubt. Bitte plaudere während der Musikstunde möglichst nicht mit anderen Erwachsenen. Als Vorbild Deines Kindes zeigst Du ihm sonst, dass Du nicht hin-, sondern weghörst. Warum sollte Dein Kind dann zuhören und mitmachen? Es ist Eure gemeinsame Zeit! Wende Dich ihm ganz zu! Es hört sich pathetisch an, aber es ist ein unbezahlbares Geschenk an Dein Kind, ein Schatz für seine Kindheitserinnerungen.

Darf ich ein Geschwisterkind mitbringen?
Versuche bitte, eine Betreuung für Geschwister zu organisieren. Es lohnt sich, denn nur so kannst Du Dich ganz Deinem Kind widmen. Natürlich dürfen aber im Notfall Geschwister mitkommen.
Wie viele Teilnehmer gibt es in einer Gruppe?
Die Gruppenstärke hängt von der Gruppendynamik ab und wird von uns individuell bestimmt. Maximal 8 Teilnehmer können in einer Gruppe sein.
Wie lange geht eine Unterrichtseinheit?
Eine Unterrichtseinheit geht 40 Minuten.
Findet in den Schulferien Unterricht statt?
Nein, an gesetzlichen Feiertagen und in den Schulferien des Landes Berlin ist kein Unterricht.
Wird das Unterrichtsentgelt auch in den Schulferien gezahlt?
Ja, denn das monatliche Unterrichtsentgelt entspricht einem Jahresbeitag, der auf zwölf Monate verteilt gezahlt wird. Daraus leitet sich eine kontinuierliche Zahlweise auch in den Schulferien ab. Würde in der unterrichtsfreien Zeit nicht gezahlt werden, müsste das Unterrichtsentgelt jeden Monat neu berechnet und dadurch unterschiedlich hoch ausfallen. In der Jahressumme käme man jedoch auf den gleichen Betrag wie bei kontinuierlicher Zahlweise. Streng genommen müssten die Unterrichtsgebühren bei diskontinuierlicher Zahlweise sogar höher ausfallen, da der verwaltungstechnische Aufwand erheblich höher wäre als bei kontinuierlicher Zahlweise.