🇸🇪 Wir wollen, aber dürfen nicht!

– Update vom 17.03.2021 –

Liebe Schüler, Eltern und Großeltern!

Wir möchten uns zunächst einmal für Eure zahlreichen Reaktionen bedanken, die wir auf unseren Beitrag vom 06.03.2021 erhalten haben. Neben großem Zuspruch haben wir auch viel Gegenwind erhalten. Es ist nicht selbstverständlich, bei diesem so emotionalen Thema die Contenance zu bewahren. Einige haben lesbar mit sich gerungen. Doch habt Mut, uns Eure Meinung mitzuteilen, denn schließlich führt der Weg in der Überwindung der großen Spaltung nur über den Dialog und nicht über Schweigen und gegenseitige Ausgrenzung.

Im Nachgang haben wir erkannt, dass wir mit unserer Forderung nach Rücktritt der verantwortlichen Politiker über das Ziel hinausgeschossen sind, dass wir zu stark polarisiert und eben nicht zur Überwindung der Spaltung der Gesellschaft beigetragen haben. Hierfür möchten wir uns entschuldigen. Einige von Euch haben sich persönlich angegriffen gefühlt, da sie sich im Großen und Ganzen von der aktuellen Corona-Politik gut vertreten sehen. Deshalb haben wir jetzt diese Forderung von unserer Webseite entfernt.

Weiterhin wurde Befremden darüber geäußert, dass wir uns in einer E-Mail an die Eltern unserer Schüler zu einem politischen Thema positionieren. Grundsätzlich ist es ungewöhnlich, dass sich eine Musikschulleitung auf diese Weise politisch äußert. Doch nach gründlicher Überlegung und Analyse der derzeitigen Situation stellen wir eine sehr besorgniserregende Fehlentwicklung fest, deren Schaden wir nicht nur für uns als Musikschule, sondern für uns alle als Gesellschaft größer einschätzen als den Schaden durch das Virus selbst. Wir wollen hier nicht das Leiden verharmlosen, das Corona ohne Zweifel bei Einzelnen und ihren Angehörigen anrichtet! Doch es geht uns um eine gesamtgesellschaftliche Betrachtung, zu der wir auch weiterhin stehen. Und schließlich möchten wir noch einmal betonen, dass der Appell von der Musikschulleitung (Denise Wunder und Martin Neubert) und nicht von unseren Lehrkräften initiiert wurde.

Einige von Euch haben nun Verunsicherung geäußert, wie sicher der Aufenthalt bei uns sein wird, wenn der Unterricht als Präsenzunterricht wieder erlaubt ist. Um es deutlich zu sagen: Es gibt staatliche Vorgaben, an die sich unsere Lehrkräfte zu halten haben und unstrittig halten. Und es gibt darüber hinaus Empfehlungen, die von den Lehrkräften und Schülern unterschiedlich gefordert oder abgelehnt werden können, vor allem aber miteinander individuell verhandelt werden. Hier sind uns noch keine Fälle zu Ohren gekommen, wo man sich uneinig war. Es gibt Lehrkräfte, die einen höheren Schutz einfordern als den Schülern bzw. Eltern recht ist.

Neben kritischen Stimmen gab es erfreulich viele zustimmende und aufbauende Reaktionen, die uns Mut und Hoffnung machen – Hoffnung, die manche Mitbürger verloren haben. Es hat uns zum Beispiel überrascht, dass 1 Prozent der bei uns angemeldeten Schüler im letzten Jahr mit ihren Eltern nach Schweden ausgewandert sind. Wenn auch nicht repräsentativ für ganz Deutschland, so ist es ein Hinweis auf die Verzweiflung, die viele von uns erleiden. Die meisten haben nicht die Möglichkeit, hier alles stehen und liegen zu lassen, bis alles wieder vorbei ist, und müssen bleiben. In persönlichen Gesprächen haben wir erfahren, dass bei keinem dieser Menschen die Verzweiflung daher rührt, dass man nicht bereit wäre, sich einzuschränken, sondern daher, dass sie die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen so wie wir nicht sehen und große Angst vor der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland haben. Sie halten die Grundrechtseinschränkungen für nicht ausreichend begründet und haben Sorge, dass unsere Grundrechte auf lange Sicht nicht wieder so hergestellt werden, wie sie vor Corona bestanden. Die Art und Weise, wie Menschen mit solchen Ängsten ausgegrenzt werden, finden wir falsch und einer Demokratie nicht würdig. Leider werden diejenigen, die auf diese Entwicklungen hinweisen, in die rechte Ecke gestellt oder anderweitig diffamiert. Dadurch ist unserer Meinung nach ein Klima entstanden, in dem berechtigte Kritik nicht mehr frei geäußert wird, was zu einem Zerrbild in der öffentlichen Wahrnehmung führt.

Eine Sache hat uns unter all den kritischen Stimmen überrascht. Es hat bislang niemand den Versuch unternommen, unsere Sachargumentation gezielt zu widerlegen. Es wurde zwar von anderen Eindrücken gesprochen, die man z. B. vom Geschehen in Schweden habe, dies wurde aber nicht mit Fakten untermauert. Auch wir haben die Herkunft unserer Informationen nicht glaubhaft gemacht, sodass manche vielleicht misstrauisch geblieben sind und dem Ganzen nicht folgen wollten. Wir wollten das Schreiben auch nicht zu einem Fachartikel aufblähen, schließlich ging es um die zunächst wichtigere Information, dass wir zum 09.03.2021 nicht öffnen dürfen. Einige Schüler, Eltern und Lehrer hatten sich auf diesen Termin eingestellt. (Wenn man sich vor Augen führt, dass die Musikschulen in Brandenburg und anderen Bundesländern bereits geöffnet sind und dort auch Gruppen unterrichtet werden dürfen, ist das verständlich.)

Im folgenden möchten wir auf unsere Argumentation noch einmal zurückkommen und diese mit Quellen ergänzen. Die Kernaussage ist ja, dass sich die Pandemie auch ohne Lockdown (und damit ohne Schließung u. a. der Musikschulen) gut bewältigen ließe. Legen wir einmal für einen Moment sämtliche Ängste und Voreingenommenheiten beiseite und konzentrieren uns nur auf die Sachlage. Dazu werden wir uns vor allem mit der Anzahl der Todesfälle beschäftigen. Das soll bitte nicht so gewertet werden, dass wir uns nicht auch der Folge- und Langzeitschäden durch Covid bewusst wären. Der Grund für diese Herangehensweise ist, dass sich Corona-Todesfälle für die Betrachtung besser eignen als zum Beispiel Fallzahlen, die das Krankheitsgeschehen leider nur sehr ungenau abbilden (Stichwort: Teststrategie), wenngleich auch bei den Corona-Todesfällen Unklarheit darüber besteht, ob jemand an oder mit Covid-19 gestorben ist.

Die Frage ist: Gibt es auf das gesamte Jahr – und nicht auf einzelne Monate oder Wochen – gesehen eine Übersterblichkeit in Schweden, das ja keinen Lockdown hatte? Nicht wenige Medien behaupten, dass es diese gibt und ignorieren dabei, dass es eine deutliche Untersterblichkeit im Jahr 2019 gegeben hat. Daraus folgt, dass die Mortalität im Jahr danach höher ausfallen muss. Statistiker sprechen hier von dem Dry-Tinder-Effekt. Das bedeutet, dass diejenigen alten Menschen, die 2019 noch nicht gestorben waren, im Jahr 2020 sterben und sich in der Statistik von 2020 zusätzlich bemerkbar machen. Bildet man aus den beiden auffälligen Jahren 2019 und 2020 den Durchschnitt ((8,6 + 9,6) / 2), erhält man mit 9,1 exakt das Level der Vorjahre. Siehe Grafik.

Und hier eine Zeitleiste mit den monatlichen Sterbezahlen von Januar 1851 bis Juli 2020 in Schweden.

Selbst wenn man dieser Argumentation nicht folgen möchte und eine wie auch immer höher geartete Mortalität in Schweden sehen möchte, so stellt sich doch mindestens die Frage nach der Verhältnismäßigkeit von Lockdowns. Vielleicht ist es noch nicht jedem bewusst, dass unsere Lockdowns andernorts zu vielen tausenden Hungertoten führen. Eine Vielzahl von Menschen, die von Armut betroffen sind, sind vom Geldtransfer der reichen in die armen Länder existenziell abhängig, z. B. in Form von Tourismus. Wir wollen hier nicht selbst wieder mit Zahlen oder Bildern dramatisieren, doch es muss endlich zur Kenntnis genommen werden, dass allein dieser eine Kollateralschaden mehr Menschenleben kostet, als ein Lockdown Leben rettet. Wir hoffen, dass das niemand bagatellisiert oder anzweifelt! Falls doch, können wir hierzu gern noch einmal ins Detail gehen.

In der Frage, ob der schwedische Weg auch eine Strategie für Deutschland sein könnte, geht es unter anderem um die Vergleichbarkeit der beiden Länder. Es wird immer wieder gesagt, dass ein Vergleich schwierig sei, weil das Infektionsgeschen von vielen Faktoren abhinge. Es stimmt, dass ein 1:1-Vergleich zu simpel wäre. Dennoch hatten wir uns den Urbanisierungrad, die Krankenhausbettendichte und die Intensivbettendichte beider Länder angeschaut und waren zu dem Schluss gekommen, dass Schweden hinsichtlich dieser Faktoren Deutschland grundsätzlich unterlegen ist. Am Anfang der Coronakrise hatte Schweden sogar nur 5,8 Intensivbetten pro 100.000 Einwohner und hatte damit nur ein Fünftel bis ein Sechstel der 33 Intensivbetten pro 100.000 Einwohner, die uns in Deutschland zur Verfügung stehen (Link). Das heißt nicht, dass es nicht auch Faktoren gibt, bei denen Deutschland schlechter dasteht.

Die Wirksamkeit von Lockdowns wurde von John P. A. Ioannidis, Professor für Medizin und Epidemiologie an der Stanford-Universität, Nobelpreisträger und einer der 10 meistzitierten Wissenschaftler der Welt, in einer peer-reviewten Studie untersucht. Er und sein Team analysierten die Infektionsgeschehen in 10 Ländern mit und ohne Lockdown im Frühjahr 2020 (darunter Deutschland). Die Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass die massiv restriktiven nicht-pharmakologischen Maßnahmen (mrNPI), wozu Lockdowns zählen, einen zusätzlichen bedeutenden Nutzen über die weniger restriktiven nicht-pharmakologischen Maßnahmen (lrNPI), wozu Hygiene, Abstand halten und Verbot von Großveranstaltungen gehören, hatten (Link). Es hat bestenfalls vereinzelt (zufällige) Korrelationen gegeben, doch insgesamt konnten bei keinem der untersuchten Länder Kausalitäten festgestellt werden! (Das bestätigen auch mindestens 30 weitere Studien: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30.) Die Überzeugung, dass es die Lockdowns sind, die zu einem Rückgang der Fallzahlen führen, muss man demzufolge als Kontrollillusion bezeichnen. Dass hier ein Präventionsparadoxon vorliegt, das in diesem Kontext die Schwierigkeit der Nachweisbarkeit der Maßnahmen beschreibt, ist zwar eine populäre doch unbewiesene Behauptung.

Um es noch einmal klarzustellen, wir fordern nicht die Einstellung sämtlicher Maßnahmen, wie es manche vielleicht verstanden haben. Dieses Missverständnis hat uns sehr überrascht und führt uns zu der Annahme, dass einigen nicht mehr bewusst zu sein scheint, dass Hygiene, Abstandhalten und Selbstquarantäne bei Erkältungssymptomen, alles weniger restriktive nicht-pharmakologische Maßnahmen (lrNPI), die mit Abstand wirksamsten Mittel gegen eine Verbreitung von SARS-CoV-2 sind! Wer würde sich denn heute noch trauen, seine kranken Kinder in die Kita oder Schule zu bringen oder sich selbst bei den kleinsten Erkältungssymptomen noch unter Arbeitskollegen blicken zu lassen? Dieser scheinbar kleine Unterschied zu früheren Jahren erzielt enorme Wirkung!

Doch wie kommt es zu diesem fehlenden Bewusstsein? Den Grund hierfür sehen wir in der starken medialen Fixierung auf asymptomatische und präsymptomatische Übertragungen, obwohl sich herausgestellt hat, dass asymptomatisch positiv Getestete keine Rolle im symptomatischen Infektionsgeschehen spielen. Das bestätigen die Ergebnisse aus einer peer-reviewten Studie, die in Wuhan an 10 Millionen Einwohnern durchgeführt wurde. Dort heißt es:

„Die Erkennungsrate von asymptomatisch positiven Fällen war sehr niedrig, und es gab keine Hinweise auf eine Übertragung von asymptomatisch positiven Personen auf verfolgte enge Kontakte. […] Im Vergleich zu symptomatischen Patienten weisen asymptomatisch infizierte Personen im Allgemeinen eine geringe Viruslast und eine kurze Dauer des Virusausscheidens auf, was das Übertragungsrisiko von SARS-CoV-2 verringert. In der vorliegenden Studie wurde eine Viruskultur an Proben aus asymptomatisch positiven Fällen durchgeführt und es wurde kein lebensfähiges SARS-CoV-2-Virus gefunden. Alle engen Kontakte der asymptomatischen positiven Fälle wurden negativ getestet, was darauf hinweist, dass die in dieser Studie festgestellten asymptomatischen positiven Fälle wahrscheinlich nicht infektiös sind.“ (Original)

Und was ist jetzt mit den präsymptomatischen Übertragungen, die ja als weitere Rechtfertigung für Lockdowns genannt werden? Hätten sie einen signifikanten Einfluss auf das symptomatische Infektionsgeschehen, dann hätten sich die Lockdowns in den Lockdown-Studien als wirksam erweisen müssen. Das haben sie aber nicht. Doch statt die Lockdowns nun ganz zu beenden, verleitet es einige dazu, noch härtere Lockdowns für angeblich wieder nur wenige Wochen zu fordern, um das Infektionsgeschehen vollständig zu ersticken (Stichwort: ZeroCovid, NoCovid). So gut gemeint das auch ist, halten wir es für naiv und gefährlich zugleich. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass man mit einer solchen Strategie die Infektionen dauerhaft auf null gedrückt bekommt, weil es genug systemrelevante Tätigkeiten mit zwangsläufigen Begegnungen zwischen Menschen gibt und weil es immer Einträge von außen geben wird, die das Infektionsgeschehen bei Beendigung der Maßnahmen wieder aufflammen lassen würden, wenn man nicht mit weiteren drakonischen Maßnahmen dagegen hält. Man würde das Leiden für alle nur verlängern und verschärfen. Außerdem würde man bürgerkriegsähnliche Zustände riskieren, da sich viele Menschen das nicht gefallen ließen. Die Schäden solcher Lockdowns wären unvorstellbar hoch. Das Virus ist da und wird bleiben, bis es von einem neuen Virus verdrängt wird!

Zugegeben, Infektionsverhinderung durch Kontaktreduzierung durch Lockdowns scheint auf den ersten Blick ein No-Brainer zu sein. Doch die Lösung der Coronakrise gestaltet sich weit aus komplexer als sich nur darauf zu fokussieren. Man muss sich daher fragen, warum sich dieser weitverbreitete Irrglaube an die Wirksamkeit und Verhältnismäßigkeit von Lockdowns so hartnäckig hält. Menschen ohne (anfängliche) Symptome präventiv massiv einzuschränken, ist wie das Schießen mit Kanonen auf Spatzen. Es ist ein gewaltiger Kraftakt, der kaum Wirkung erzielt und dabei maximalen Schaden anrichtet. So makaber der Spruch: „Zu Tode geschützt, ist auch gestorben!“ ist, so wahr ist er leider auch.

Der Epidemiologe Klaus Stöhr, lange Jahre Leiter des Global-Influenza-Programms und Sars-Forschungskoordinator der WHO, schätzte Anfang Februar 2021, dass in den Ländern, die hohe Infektionszahlen hatten, z. B. in den USA, Schweden und der Schweiz bereits 40 Prozent der Bevölkerung durch Infektion immun sind und Corona auf dem Rückzug ist. Ob mit oder ohne Impfung, das Infektionsgeschehen wird in diesen Ländern zurückgehen, da der Anteil der natürlichen Immunisierung (Infektion) bereits einen beträchtlichen Teil ausmacht. In diesem ausgesprochen interessanten Artikel kann man dazu mehr erfahren.

Am Ende wollen wir Euch noch eine umfangreiche Datensammlung in grafischer Aufbereitung ans Herz legen, in der Zahlen sehr anschaulich in Beziehung gebracht werden.

Analysen, Grafiken Covid-19 Deutschland 02-04-2021

Schreibt uns gern weiterhin Eure Meinung, aber bitte bleibt ruhig und sachlich. Wir sind alle auf die eine oder andere Art verängstigt und besorgt. Lasst uns zusammenhalten und uns gegenseitig zuhören. Nehmt Euch die Zeit, Argumente und Quellen zu prüfen. Wir lesen uns alles durch und nehmen alles sehr ernst. Aber seid bitte nicht böse, dass wir nicht jedem individuell antworten können, da uns dazu die Zeit fehlt.

Liebe Grüße

Denise Wunder und Martin Neubert


– Initialbeitrag vom 06.03.2021 –

Liebe Schüler, Eltern und Großeltern!

Nun ist es amtlich, dass wir ab Dienstag, dem 09.03.2021, auch weiterhin nicht öffnen dürfen. Das bedeutet, dass der Unterricht an der WunderMusikSchule leider online fortgesetzt werden muss. 😕 Laut dem aktuellen Stufenöffnungsplan dürfen wir erst wieder nach den Osterferien öffnen. Das ist vollkommen inakzeptabel!

Wie ihr alle sicher nachvollziehen könnt, stellen uns die staatlichen Maßnahmen vor große Probleme. Dank Eurer Bereitschaft, den Online-Unterricht als Ersatz für den Präsenzunterricht anzunehmen, konnte zwar das Schlimmste verhindert werden, doch die Auswirkungen auf die Musikschule und unsere Lehrkräfte sind deutlich spürbar. In den letzten Wochen gab es überdurchschnittlich viele Kündigungen, die nicht von den sonst üblichen Neuanmeldungen ausgeglichen wurden. Wir bekommen die Verunsicherung, ob ein Unterrichtsvertrag überhaupt noch sinnvoll ist, deutlich zu spüren, denn der Online-Unterricht nimmt vielen Schülern die Freude am Musizieren. Einige unter Euch haben sogar deutliche finanzielle Einbußen hinnehmen müssen.

Angesichts der Tragweite der kürzlich getroffenen politischen Entscheidungen sehen wir uns nicht nur als Leitung der WunderMusikSchule gezwungen, grundsätzlich Stellung zu beziehen, sondern auch als Bürger. Die Schließung der Musikschulen für den Präsenzunterricht im Speziellen, aber auch die Schließung vieler anderer Branchen, der Kitas und Schulen, die Maskenpflicht usw. ist für uns seit spätestens April 2020 ein Irrweg und ein Resultat dessen, dass nicht mit dem richtigen Augenmaß auf das neue Coronavirus reagiert wurde und wird. Verantwortlich hierfür sehen wir einerseits die Politik, aber auch einen Großteil der Medien, einige Wissenschaftler aber auch den einfachen Bürger in Reaktion auf die von Angst dominierte, einseitige Berichterstattung, der dies alles geschehen lässt.

Dass es ein Irrweg ist, haben uns Länder wie zum Beispiel Schweden gezeigt, das keine Lockdowns, keine Maskenpflicht, keine Schulschließungen bis zur 8. Klasse und überhaupt nur sehr milde Maßnahmen vorgenommen hat. Schweden können wir als Kontrollgruppe ansehen, wenn es um die Frage geht, ob Hygienemaßnahmen, die über die schwedischen Maßnahmen hinausgehen, wirksam, sinnvoll und verhältnismäßig sind.

Doch bevor die Rufe nach der Unvergleichbarkeit der beiden Länder ertönen, sei ganz klar erwidert: Es stimmt! Schweden wäre sogar deshalb nicht geeignet, weil es im Vergleich zu Deutschland einen höheren Urbanisierungsgrad (SE: 87%, D: 77%), nur ein Viertel an Krankenhausbetten pro 1000 Einwohner (SE: 2,2, D: 8) und nur ein Drittel an Intensivbetten pro 100.000 Einwohner (SE: 10, D: 33) hat. Diesbezüglich ist Schweden gegen eine Pandemie grundsätzlich schlechter aufgestellt als Deutschland.

Und all jenen, die denken, dass Schweden eine deutliche Übersterblichkeit hatte, sei erwidert: Es stimmt, dass es im Jahr 2020 im Vergleich zum Jahr 2019 eine höhere Mortalität gegeben hat, doch das lag nicht an Corona, sondern daran, dass es im Jahr 2019 eine deutliche Untersterblichkeit gegeben hatte. Die Gesamtmortalität in Schweden ist im letzten Jahr (2020) im Vergleich zu den vorhergehenden Jahren als nicht auffällig zu bezeichnen!

Auch in Bezug auf die Corona-Toten steht Schweden im Vergleich zu Deutschland in dieser Erkältungssaison besser da. Es stimmt, dass in Schweden im Vergleich zu Deutschland pro 100.000 Einwohner in der letzten Saison (2019/20) mehr Menschen an oder mit Covid-19 gestorben sind, dafür aber nicht in der aktuellen Saison (2020/21). In der Gesamtbeurteilung der Corona-Toten (beide Erkältungssaisons zusammengerechnet) nähert sich Deutschland inzwischen immer mehr dem schwedischen Niveau an. Trotz dieser für Schweden insgesamt positiven Faktenlage ist die Berichterstattung immer noch auffallend negativ.

Doch Schweden ist kein Einzelfall. Im Gegensatz zu North Dakota hat der US-Bundesstaat South Dakota ebenfalls keinen Lockdown, keine Maskenpflicht und kein Verbot von Großveranstaltungen eingeführt – lediglich Empfehlungen ausgesprochen. Die beiden Nachbarstaaten sind hinsichtlich ihrer Demografie, ihres Urbanisierungsgrades und ihres Klimas noch besser miteinander vergleichbar als Schweden und Deutschland. Trotz der unterschiedlichen Maßnahmen sieht die Corona-Bilanz von South Dakota kaum schlechter aus als von North Dakota! Das hat mittlerweile mehrere US-Bundesstaaten dazu bewogen, Lockdowns und Maskenpflicht komplett aufzuheben. Auch in vielen europäischen Ländern wurde massiv gelockert.

Wenn Länder wie Schweden und South Dakota keine Übersterblichkeit haben, wie sinnvoll sind Lockdowns überhaupt? Stellt sich dann noch die Frage nach ihrer Verhältnismäßigkeit? Das sollte Schwerpunkt der Debatte sein, denn die Kollateralschäden sind enorm und einfach nicht kleinzureden! Das betrifft nicht nur uns als Musikschule, sondern jeden einzelnen, denn früher oder später werden wir alle die Konsequenzen daraus zu spüren bekommen. Denken wir an die hohe Neuverschuldung, an den dauerhaften Verlust von Wohlstand und Kaufkraft, an die zerstörten Lebenswerke, an die fürs Alter gedachten aber jetzt aufgebrauchten Ersparnisse, an das durch Armut frühzeitige Ableben, an die Suizide aus Angst vor Krankheit oder finanziellem Ruin, an die Bildungsdefizite unserer Kinder, an die Vereinsamung, an die vielen Traumata und Angstneurosen, an die Todesfälle durch aufgeschobene Behandlungen aus Angst vor Corona und ganz besonders an die vielen Millionen Opfer von Armut und Hunger im Rest der Welt. Das ist schlicht unverhältnismäßig! Und das alles, ohne die besonders gefährdeten Menschen effektiv geschützt zu haben.

Deshalb fordern wir die sofortige Aufhebung aller Lockdown-Maßnahmen! Es reicht!
Bitte schließt Euch unserer Forderung an, damit wir endlich wieder richtig unterrichten können!“

Eure Musikschulleitung

Denise Wunder und Martin Neubert

40 thoughts on “🇸🇪 Wir wollen, aber dürfen nicht!

  1. Toll, dass ihr als Schule Stellung zu dem Thema nehmt! Das vermisse ich schon lange und würde mir wünschen, dass andere Schulen / Einrichtungen eurem Beispiel folgen. Ich höre viele, die das ganz genauso sehen, doch der Mut das auch öffentlich zu sagen, fehlt leider oft. Aber gerade wenn es um Kinder geht, für die ein Jahr sehr prägend ist, ist das ja so wichtig! Ich hoffe es wird doch noch vor den Osterferien möglich sein wenigstens den Einzelunterricht vor Ort zu geben. Meine Kinder freuen sich jedenfalls schon sehr darauf.
    LG
    Ina Hall

  2. Wenigstens für Grundschulkinder und Teenager müsste man die Musikschulen öffnen. Musizieren kann die Wunden der Lockdowns heilen. Die Psychatrien und Seelsorgeplätze für Kinder sind längst überfüllt… Neulich schrieb die Brotfabrik in Weißensee an ihre Programmtafel in großen Lettern „Wer zählt die Opfer der Lockdowns?!“ Ja, wer? Zurzeit steht dort: „Wer bis zum Hals im Wasser steckt, darf den Kopf nicht hängen lassen.“ Liebe WunderMusikSchule, Ihr seid wunderbar. Vielen Dank für Euer offenes & ehrliches Statement!

    1. Man hat den Eindruck, etliche Beschlüsse basieren nicht auf nachvollziehbaren sinnorientierten Analysen, sondern eher auf Willkür und übersteigerter Emotionalität und blindem Aktionismus! Vieles passt einfach nicht zusammen: Friseure, Fahrschulen, Bibliotheken können öffnen, Musikschulen, Gaststätten und Kultureinrichtungen trotz aufwändiger Schutzkonzepte nicht! Das wirkt weder überzeugend noch gerecht. Fragwürdig ist auch der Umstand, dass sich Politiker ihre Experten aussuchen können und sich meist für die sehr kritischen Berater entscheiden, die ihren radikalen, zerstörerischen Kurs unterstützen! Übertragen auf den Straßenverkehr müsste man Autofahrten monatelang verbieten, wenn die Totesrate gewisse Werte überschreitet. Kann es sein, dass hier gewisse Lobby-Interessen eine solche konsequente Reaktion verhindern?

      1. Hallo lieber Jochen,

        Das kann nicht nur sein, das IST leider so… (Aber etwas anders, als du es mit deiner Frage wohl meintest.)

        Ich kann nur Jeden ermutigen, sich möglichst breit zu informieren, sich die Datenlage selbst anzuschauen und die Zahlen ins Verhältnis zu setzen. Und sich zusätzlich über weitere Hintergründe dieser Krise und den aktuellen politischen Entscheidungen schlau zu machen. Hier einige Stichworte dazu: BMI Strategiepapier, Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012 (Modi SARS), Event 201, EU Roadmap on Vaccination, Lockstep Szenario, Spars Pandemic, The Known Traveller, Projekt ID 2020, The Great Reset

        Wer sich mit diesen Stichworten/Themen ernsthaft auseinandersetzt, versteht deutlich besser welche Interessen hier in erster Linie verfolgt werden… (Bei Interesse gerne mal meine Dokument durchschauen. 😉

        Es gibt übrigens auch seit längerem ein Medikament, das laut immer mehr Studien erstaunlich gut bei Covid-19 hilft (sowohl als Behandlung, als auch zur Prävention), aber bis zum heutigen Tage im deutschsprachigen Raum von der Politik und den großen Leitmedien verschwiegen, unterdrückt, oder schlecht geredet wird… Die Rede ist von dem Wirkstoff IVERMECTIN. (Hierzu lade ich demnächst auch ein Dokument auf meiner „Seite“ hoch.)

        Liebe Wunder Musik Schule:
        Vielen Dank für dieses ehrliche und Faktenorientierte Statement!
        Ich wünschte alle Musikschulen und auch alle anderen Schulen, wären so Mutig wie ihr.
        Lasst euch nicht entmutigen. Macht unbedingt weiter so!
        Ich wünsche euch von Herzen nur das Beste für die Zukunft.

        Liebe Grüße
        Lukas H.

  3. Liebe Musikschule, jetzt kommt mit Verlaub ein Contra zu Eurem Statement. Doch zunächst: wir finden es wirklich toll, dass Ihr mit Skype & Co. inklusive digitaler Reibungsverluste die Fahne hochhaltet und die letzten Wochen den Musikunterricht weiterführen konntet! Wir finden es nicht optimal, aber schätzen die Geduld aller LehrerInnen bei Euch. Dafür schätzen wir Euch sehr und wünschen Durchhaltevermögen für den verlängerten Lockdown. Wir verstehen, dass Ihr (und nicht zu vergessen viele andere in noch größerem Ausmaß überhaupt keinen Einnahmen) mit dem Rücken an der Wand steht. Lasst Euch die Zuversicht nicht nehmen.
    Eure Forderung finde ich jedoch zu pauschal und bin nicht gegen die „sofortige Aufhebung aller Lockdown-Maßnahmen“. Die Masken sind z.B. unstrittig wirksam. In dem Punkt wird das Vorgehen in Schweden auch von den Schweden selbst kritisiert. So toll läuft es dort nicht. In den Krankenhäusern kündigen gerade massenweise die Mitarbeiter, weil sie wegen Überfüllung die verlängerten Schichten nicht mehr aushalten. Da ist Euer schwedisches Loblied einfach zu positiv und zu einseitig. Ein Blick auf Südkorea und Neuseeland zeigt, dass ein Lockdown sehr wirksam die Ausbreitung verhindern kann. Außerdem bin ich genervt davon, alles mit langem Finger auf die „verantwortlichen Politiker“ zu schieben, trotz natürlich berechtigter Kritikpunkte.

    1. Lieber Joachim, ich bin gerade über deinen Satz gestolpert, dass „Masken unstrittig wirksam sind“. Welche Masken meinst du OP, FFP2, FFP3, Baumwolle, Seide, Gardine? Weißt du, dass die Masken unterschiedliche Schutzwirkungen haben und keine der Masken für den stundenlangen Gebrauch entwickelt wurde? Das Arbeitnehmern Gesundheitsuntersuchungen und Anleitungen zum Atmen durch eine Maske zustehen? Eine Studie, die belegt, dass das Tragen der Maske für Kinder unbedenklich ist, liegt bis heute nicht vor. Ärzte die Untersuchungen an Kindern durchgeführt haben, werden mit ihren Auswertungen von Youtube gelöscht. Was unumstritten ist, dass die Masken einen Teil der Tröpfchen aufhalten können, wenn man niest oder hustet. Was auch unumstritten ist, dass bei allen Maskentypen, auch bei der unglaublichen Methode 2 Masken übereinander zu tragen, Aerosole entweichen. Demgegenüber steht, dass sich Co2 im Blut anreichert, der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt, Adrenalinwerte steigen, besonders Kinder Probleme haben, mit der fehlenden Mimik der Menschen umzugehen. Im Verhältnis zum Infektionsgeschehen (z. Z. 68 positive PCR-Tests – nicht Erkrankte! – in einer Woche auf 100.000 Einwohner) finde ich das absolut unverhältnismäßig, dass selbst Erstklässler in der Schule ganztägig Masken tragen müssen. Die Masken sind eine der umstrittensten Maßnahmen. Erst wurde von den Experten (Drosten, Wiehler, WHO) mit der Begründung, sie böten keinen Schutz und vermittelten ein unbegründetes Sicherheitsgefühl, vom Tragen der Masken abgeraten. Dann konnte man sich umbinden, was man wollte. Jetzt setzt man auf FFP2 und OP in Läden und diversen anderen Situationen. Wer sich da nicht wundert, verwundert mich. Apropos Wunder – vielen Dank für euren mutigen Schritt, eure Zivilcourage liebe Musikschule! Ich bleibe euch treu und singe weiterhin bei euch. Ebenso meine Kinder.

  4. Ich habe selten eine so gute und treffende Zusammenfassung des Ausmaßes der Konsequenzen der politischen Entscheidungen gelesen – habt vielen Dank dafür!
    Wir teilen eure Forderungen. Auch uns fehlt die Diskussion über die Verhältnismäßigkeit, fehlt die objektive Betrachtung des Preises, mit welchem wir den „Kampf gegen Corona“ bezahlen.
    Warum ist der Präsenz-Musikunterricht weiterhin verboten? Es gibt keine wissenschaftliche Begründung dafür – deswegen müssen Musikschulen sofort öffnen dürfen. Unsere Kinder wollen endlich wieder Unterricht in echt haben und freuen sich so sehr darauf!
    Viele Grüße, Daniela

  5. Liebe WunderMusikSchule, dass die Situation für euch schwierig und frustrierend ist, kann ich gut nachvollziehen. Ich hoffe, weitere Lockerungen sind bald möglich und ihr haltet weiterhin durch. Immerhin kann ich berichten, dass der Online-Klavierunterricht mit Frau Herbst ein wöchentliches Highlight für unseren Sohn ist. Vielen Dank für die gute Organisation und Improvisation.

    Was den Vergleich mit Schweden betrifft, habe ich eine andere Wahrnehmung und Meinung als die von euch beschriebenen. Der schwedische Weg ist m.E. ein Experiment, dessen Ausgang ungewiss ist. Nach meinen Informationen sieht es momentan nicht besonders gut dort aus (Inzidenzwert 250). Es wurden gerade wieder mehr Maßnahmen zur Kontaktreduktion beschlossen, weil das Gesundheitssystem an seine Grenzen stößt, die Todeszahlen eben doch zu hoch sind und viele Schwed:innen sich gegen den für sie gefährlichen Sonderweg stellen. Ich denke auch, dass man Deutschland und Schweden eben nicht so einfach miteinander vergleichen kann.

    Ich ärgere mich über die zögerliche Entscheidungsfindung bei unserer Politik:innen, ihre scheinbare Wirtschaftsgläubigkeit und die lähmende Bürokratie in unserem Land. Für mich ist aber die Handlungsrichtung unserer Regierung richtig. Die beschlossenen Maßnahmen zur Kontaktreduktion halte ich grundsätzlich für sinnvoll Ich hoffe darauf, dass sie in Kombination mit Testung und Impfung zunehmend differenzierter festgelegt und schließlich erfolgreich sein werden.

    Ich fordere weder die Aufhebung aller Lockdownmaßnahmen noch den Rücktritt der aktuellen Politiker:innen.

    Daniel

    1. Was genau bedeutet denn der Inzidenzwert überhaupt? Ein Inzidenzwert von 250 besagt, dass es 250 positive PCR-Testergebnisse pro Woche auf 100.000 Einwohner gibt. Ein positiver PCR-Test sagt aber nicht aus, dass man krank oder infektiös ist. Es kann sein, aber es ist genauso wahrscheinlich, dass man irgendwann eine Infektion hatte und sie unbemerkt bekämpft hat. Ich wünsche mir, dass wir aus den Narrativen auch mal aussteigen. Ein „Inzidenzwert von 250“ hat keine absolute Bedeutung für eine Epidemie (selbst wenn man fälschlicherweise davon ausgeht, dass es 250 aktive Infektionen sind) und man kann nicht sagen, dass Schweden deswegen schlecht dasteht. Wo sind denn die Vergleichs-Inzidenzwerte aus den Vorjahren mit Influenza-Infektionen. Ist 250 vielleicht sogar besonders niederig für diese Jahreszeit oder die bestimmte Region?
      Interessante Diskussion bei einer Musikschule. Ihr seid wirklich sehr mutig. Schade, dass man das schon sein muss, wenn man das Corona-Narrativ infrage stellt, oder zumindest das Lockdown-Narrativ. Es gibt ja unzählige Untersuchungen, dass die Folgeschäden der Holzhammer-Methode Lockdown wesentlich größer sind, als der angegebene Nutzen. Die ansteigende Zahl der Toten unter den besonders schützenswerten alten Menschen korelliert mit der Verhängung von Lockdowns. Kein letztlicher Beweis ist das, aber ein deutliches Indiz dafür, dass Lockdowns nichtmal das halten, wofür sie propagiert werden, sondern im Gegenteil dort sogar auch schädlich sein könnten.
      Toll, dass ihr euch trotz allem mit den digitalen Möglichkeiten auf die Hinterbeine stellt und versucht, zu überleben und eine Insel der Kultur zur Verfügung stellt. Hut ab dafür und Hut ab für eure Courage.
      Herzlich
      Heiko

  6. Die Schäden durch die Maßnahmen in sämtlichen Bereichen, insbesondere auch im Gesundheitsbereich, sind so unfassbar groß, und steigen mit jedem Tag weiter an. Dagegen ist die Gefährlichkeit dieses Virus nachweislich nicht höher als bei einer normalen Grippewelle. Das bestätigt selbst die WHO!
    Gäbe es keinen PCR-Test, gäbe es auch keine ‚Pandemie‘. Das durchschnittliche Sterbealter der ‚Coronatoten‘ liegt mit 84 Jahren ÜBER! dem Normalen (80 Jahre). Was ist das für eine gefährliche Krankheit?
    Für Kinder besteht überhaupt keine Gefahr. Die Mehrheit, die sich ansteckt, merkt es noch nicht einmal und ist in kurzer Zeit immun! Können also auch ihre Omas nicht mehr anstecken.
    Die für den Menschen so wichtige Kultur, sowie die sozialen Kontakte, müssen dringend wiederbelebt werden. Gerade die Kinder sind die Leidtragenden. Deshalb unterstütze ich voll und ganz die Auffassung, den Mut und das Engagement der Musikschule!
    Karsten

  7. Liebes Musikschul-Team
    Da habt ihr ein ganz wichtiges und viel zu wenig öffentlich besprochenes Stichwort genannt: Verhältnismäßigkeit! Ich glaube das ist vielen Bürgern durch die doch eher einseitige Berichterstattung gar nicht so bewusst. Ich bin ja auch dafür, dass wir auf unsere Gesundheit achten und die Schwachen gezielt schützen, doch was ich beobachte ist, dass wir quasi das eine Übel gegen ein noch größeres Übel eintauschen. Wo ist der öffentliche Diskurs dazu? Wie will man das, was man jetzt anrichtet, je wieder gut machen? Uns geht es ja relativ gut, immerhin haben wir nur 2 Kinder und verstehen uns auch gut. Aber die Welt hört ja nunmal nicht außerhalb meiner 4 Wände auf! Euer online Unterricht funktioniert bei unserer älteren Tochter ganz gut ( auch wenn ich das Gefühl habe sie kommt gar nicht mehr vom PC weg, Homeschooling usw) aber die Jüngere will nicht mehr. Ein paar Mal ist das ja machbar, aber inzwischen ist ja quasi alles online. Das geht mit kleineren Kindern nicht. 1.Klasse online oder stundenlanges Masketragen, ständig ängstliche Erwachsene, Angst vor Berührung, Angst vor „falschem“ Verhalten – wer fragt danach, was das mit unseren Kindern macht? Meine Schadens-liste wäre ziemlich lang! Deshalb ist es gut, dass ihr eine Meinung vertretet, die für diejenigen spricht über die sonst nur ganz am Rande und viel zu kurz berichtet wird. Nämlich unsere Kinder! Und unsere GESAMTHEITLICHE Gesundheit, also eben auch psychisch! Und dazu trägt Musik, also das gemeinsame Musizieren einen erheblichen Teil bei! Nein, man MUSS etwas sagen! Wir jedenfalls stehen voll und ganz hinter euch!
    Freundliche Grüße
    Andreas C.

  8. Hallo
    Erstmal ein großes Lob an euer online-Angebot, mein Sohn ist jedes Mal begeistert dabei! Trotzdem kann das den echten Unterricht nicht ersetzen. Wir freuen uns, dass ihr euch für uns alle und die Kultur einsetzt! Coronafakten hin oder her – es ist auch ein Fakt, dass wir mit den jetztigen, oft völlig widersprüchlichen Maßnahmen nicht „nur“ unserer jungen Generation schaden sondern auch etliche kulturelle Bereiche vernichten oder ins Web abdrängen. Viele werden eben nicht wiederkommen. Ich frage mich, wohin wollen wir? Das ehrliche, offene Gespräch ist immer ein guter Anfang! Schade, dass sich heutzutage immer weniger Menschen trauen, ihre Meinung zu sagen. Ich finde das sollte uns stark zu denken geben.

  9. Liebe WunderMusikSchule,
    ich danke euch sehr für euer mutiges Statement. Auch ich kann viele politische Entscheidungen nicht mehr nachvollziehen. Unsere Zukunft von einer einzigen, politisch definierten Zahl – dem Inzidenzwert – abhängig zu machen, halte ich für sehr gefährlich. Ich sorge mich vor allem um unsere Kinder und Jugendlichen. Ich habe heute noch im Tagesspiegel gelesen, wie stark psychische und physische Gewalt bei Jugendlichen zugenommen haben.
    Onlineformate – so wie ihr sie dankenswerterweise anbietet – bieten derzeit eine Möglichkeit zur Kontinuität. Sie sind auf Dauer aber keine Lösung. Schon gar nicht für die Kleinen. Sie müssen sich endlich wieder angstfrei in Schule, Musikschule und Sportvereinen bewegen und sich aus einer Fülle heraus entwickeln und entfalten dürfen.
    Ob Schwedens Weg auch unserer ist, weiß ich nicht. Auf jeden Fall brauchen wir einen radikalen Strategiewechsel bei den Maßnahmen und müssen weg von der Panik-Kommunikation. Wir brauchen eine objektive und nüchterne Berichterstattung und maßgeschneiderte Strategien für den Schutz von Risikogruppen. Wir dürfen es als Gesellschaft nicht länger zulassen, dass diese Krise auf dem Rücken unserer Kinder ausgetragen wird. Leider schwindet meine Hoffnung auf diesen Strategiewechsel unter dieser Regierung mehr und mehr.
    Ich wünsche euch viel Kraft und Durchhaltevermögen!
    Sylvia

  10. Ein Lobpreis und einen Tusch für Eure Positionierung in dieser großen Umkehrung! Lasset Chöre singen und Trompeten für die Wunderschule erschallen. Danke dafür! (Ich habe eine Studie gemacht und zuhause am Kühlschrank veröffentlicht: Beim Üben ist mir zuerst aufgefallen, daß nachher das Wohnzimmer völlig leer war, niemand mehr da. Daraus schließe ich: Viren mögen keine Musik, sie können nur konzentriert im Stillen arbeiten, weil sie dauernd mutieren müssen; die restliche Zeit sitzen sie in den Talkshows des Großen Kults und reden sich heiser).
    Herzlich, Alexander

  11. Ich bin ganz eurer Meinung. Ich weiß, viele denken wie ihr. Aber ihr hattet den Mut es offen auszusprechen. Danke dafür. Meiner Meinung nach werden wir hier seit Wochen zum Narren gehalten. Durch diese unfähige Politik wird das Lebenswerk ganzer Generationen zerstört. Ganz zu schweigen davon, was diese Politik für die Zukunft unserer Kinder und Enkel anrichtet. Ihnen wird jede noch so kleine Freude vermiest. Wie anders soll man es deuten, wenn Kinder beim Eislaufen und Rodeln gegängelt und Musikschulen geschlossen werden, obwohl dort überwiegend im Einzelunterricht bzw. in kleinen Gruppen gearbeitet wird. Dass es auch anders funktioniert hat u.a. Schweden bewiesen. Aber hier In Deutschland tritt die Poltik die Demokratie mit Füßen und tut alles, damit sich der Profit für einige Wenige horrend vermehrt. Bei der nächsten Wahl werde ich genau überlegen, welche Partei ich wählen werde.

  12. Danke, liebe Musikschule, für diese klaren Aussagen. Respekt für Ihre Positionierung. Über Schweden usw. weiß ich zu wenig als Laie, aber als Oma von Oscar (12), Gustav (9) und Moritz (5) bin ich zu tiefst erschüttert, traurig und vor allem immer wütender! Diese Pandemie ist inzwischen eine Farce! Ein starkes Immunsystem bildet sich durch engen Kontakt mit Menschen, Tieren und der Natur! Isolation lässt es verkümmern. Daher seltener große und kleine Bildschirme bitte! Wo ist die Gesundheitsvorsorge? Musizieren gehört in vorderster Reihe zur seelischen, geistigen und körperlichen Gesundheit! Ich fordere wie Sie umgehend die Öffnung der Kitas, Schulen und Musikschulen, der Parks und Spielplätze. Vor allem möchte ich hier für Spenden für Sie aufrufen, damit Sie weiterhin Auftank- und Bildungsoase für Kinder bleiben, von der diese Kinder noch ihren Enkeln erzählen werden!

    1. Ja, es ist heutzutage schon mutig aufzustehen und Fragen zu stellen oder in Frage zu stellen, ob die Maßnahmen in Relation stehen. Ich finde es wichtig sich mit den Fragen zu zeigen.

      Mich wundert es auch, dass Einzelunterricht immer noch nicht möglich ist mit genügend Raum und Luft.

      Es ist so wichtig, vor allem für sich entwickelnde Kinder, aber auch für alle Menschen, dass die Psyche, Gefühle und Körper im Lot bleiben, damit wir gesund und abwehrkräftig bleiben können. Dafür brauchen wir gesunde Ernährung, Natur, ein liebevolles und gesundes Umfeld und auch Kreativität, Musik und Kontakt.

  13. Da ich schon eine Weile eine Musikschule für mein Kind suche, bin ich mir nun noch sicherer, es bei euch zu probieren. Ich ertrage die ganzen verlogenen, „solidarischen“ Pädagogen und Institutionen nicht mehr, die aufgrund ihrer eigenen Angstprobleme und Obrigkeitshörigkeit die Kinder schädigen, seelisch wie körperlich. Danke für eure klaren Worte und euren Mut in einem Land, in dem im März 2020 die Meinungfreiheit begraben wurde!

  14. Joachim hat die Situation mit seinem Contra sehr gut auf den Punkt gebracht. Es nützt nichts die Augen zu verschließen und zu glauben, dass alles beser wäre, wenn es einfach keinen Lockdown gäbe. Die allermeisten Wissenschaftler weltweit sprechen sich für einen Lockdown aus und haben momentan keine bessere Lösung als den Lockdown parat. Wenn man natürlich glaubt, die haben alle sowieso keine Ahnung und liegen falsch mit ihren Prognosen, dann kann ich den Frust verstehen. Und ich glaube auch nicht, dass „die Politiker“ das Ziel haben uns Bürger irgendwie zu unterdrücken. Auch hier wieder, wenn man das glaubt, kann ich den Frust verstehen… sonst nicht. Ich kann aber die durch den Lockdown entstandene katastrophale Situation vieler Menschen sehr gut verstehen und weiß auch das viele mit dem Rücken an der Wand stehen.. Hier müssen Lösungen gefunden werden. Geht in die Politik Leute, mischt Euch ein, macht eigene bessere Lösungsvorschläge und findet Mehrheiten für Eure Ideen.

  15. Danke für Eure Klarheit und Euren Mut!
    Künstler und Kreative haben seit Jahrhunderten den Zeitgeist wach und kritisch wahrgenommen, den Mund aufgemacht, Ideen entwickelt, kreative Lösungen gefunen, hinterfragt, wach gerüttelt, gegen den Strom der Masse…. Alles in allem Lebendigkeit und Menschlichkeit gezeigt!!!
    Tote angepasste Langweiler haben wir schon genug.
    Ich wünsche Euch alles alles Gute!

  16. Liebe WunderMusikschule,

    ich schließe mich den Beiträgen von Joachim, Daniel und Dirk in dieser Diskussion an und bin froh, dass ihr offenbar nicht für alle Lehrer*innen der Schule sprecht.

    Eure Forderungen, die Lockdown-Maßnahmen aufzuheben und alle verantwortlichen Politiker*innen zum Rücktritt zu aufzufordern, gehen in eine völlig falsche Richtung.

    Klar ist: wir alle sind genervt von den vielen Beschränkungen, die unser Leben seit einem Jahr stark beeinträchtigen, aber was ist die Alternative? Die Beschränkungen aufzuheben, würde bedeuten, dass man viel mehr Erkrankungen und damit Tote in Kauf nimmt. Das kann nicht unser Ziel sein.

    Unser Ziel muss sein, jetzt noch etwas Geduld zu haben, bis sich genügend Menschen haben impfen lassen und sich, wie jetzt schon in Großbritannien und Israel zu sehen ist, eine echte Schutzwirkung entfaltet.

    Wir tragen mit der Verlagerung des Musikunterrichts ins Online-Format einen Teil dazu bei und werden dies auch weiterhin tun, bis eine Öffnung angezeigt ist. Wie Joachim, Daniel und Dirk habe ich Vertrauen in die Wissenschaft und in die Politik (wobei Politiker*innen gerade selbst in einer schweren Situation stecken, dauernd unter Druck stehen und sicher nicht alles richtig machen).

    Ansonsten hoffe ich, dass Eure Einnahmeausfälle durch die staatlichen Hilfen teil-kompensiert werden können und die Kurse ab dem Sommer wieder so gut gebucht sein werden, wie es früher der Fall war. Lasst uns diesem Weg im Miteinander gehen – und nicht im Gegeneinander.

  17. Liebe WunderMusikschule,

    ich möchte mich den Ausführungen von Simon anschließen. Ich kann verstehen dass alle mit den Nerven am Ende sind, besonders im künstlerischen Bereich. Aber die vielen Corons-Toten sind kein Fake. Und auch die aufgeführten Beispiele wie Schweden sind, wie ich finde, nicht zielführend. Es gibt wissenschaftlich neutrale Studien die zeigen, dass gerade Blasinstrumente, wie Querflöte, ein hohes Ansteckungsrisiko besitzen. Mich würde interessieren, wie die Lehrer*innen zu der Stellungnahme der Musikschulleitung stehen. Denn sie sind in engen Räumen insbesondere bei Blasinstrumenten einem hohen Risiko ausgesetzt. Würden Sie dieses Risiko der eigenen Gesundheit gerne auf sich nehmen? Mir sind mittlerweile einige Beispiele im Bekanntenkreis bekannt, die durch Corona Familienmitglieder oder Freunde verloren haben. Die Ansteckungsgefahr lässt sich nicht von der Hand weisen.
    Besonders geärgert habe ich mich über die Aussage am Schluss, dass alle Politiker*innen zurücktreten sollen. Sicherlich machen die Politik auch Fehler, aber sie übernehmen Verantwortung müssen auch viel Kritik aushalten. Vom Spielfeldrand ist es immer einfacher zu beurteilen als selbst auf dem Feld zu stehen. Was wäre, wenn ich hier pauschal einfach sagen würde, ich fordere den Rücktritt der Musikschulleitung? Das wäre doch genauso pauschal falsch. Es geht doch darum, dass wir uns gemeinsam aktiv an Lösungen beteiligen. Und ich finde, dass die Wunder Musikschule mit den Online- Formaten es wunderbar hinbekommt. Meine Tochter hat jedenfalls in den letzten Monaten gute Fortschritte gemacht, trotz aller Einschränkungen. Eigentlich wäre das ein Grund, auf die Lehrerin und die Musikschule stolz zu sein. Nach diesem merkwürdigen Schreiben bin ich aber jetzt ehrlich gesagt unsicher, was ich von der Musikschule halten soll. Ich möchte jedenfalls nicht, dass sich mein Kind in der Musikschule ansteckt!

  18. Liebe Musikschule, ich kann natürlich auch euren Frust verstehen, aber ich muss mich leider auch ganz klar kontra positionieren.
    Ich finde es toll wie ihr durch das tolle Filmprojekt zu Weihnachten die Kinder motiviert habt und euer engagierter online-Unterricht für unsere Kinder ist auch super. Unter diesen Umständen ist das doch mehr als man erwarten kann.
    Aber eurem Statement kann ich nichts abgewinnen. Es ist natürlich gut miteinander dieses kontroverse Thema zu diskutieren und miteinander ins Gespräch zu kommen, aber ich wundere mich schon etwas, dass ihr bei eurer Forderung zum Rücktritt aller Politiker anscheinend davon ausgegangen seid für eine große Mehrheit zu sprechen. Dem ist hoffentlich nicht so.
    Wie gesagt Frust kann ich verstehen, aber pauschal alle Politiker weg haben zu wollen, würde unserer Demokratie extrem schaden, wenn nicht sogar das Land ins Chaos stürzen.
    Ich bin mir nicht sicher, ob ihr eure Forderung wirklich genau durchdacht habt. Wenn man euren Wunsch jetzt mal exakt so umsetzen würde, dann wären nämlich nur noch die Politiker von der AFD übrig und das wollt ihr hier ja hoffentlich nicht unterstützen.
    Habt ihr euch mal überlegt, warum die Politiker (auf die ich im Übrigen auch maximal sauer bin) aller demokratischen Parteien so entschieden haben? Das haben die ja nicht, weil sie unsere Kinder oder uns Eltern ärgern wollten, sondern weil bei denen die Fäden zusammenlaufen und sie eben nicht wegschauen können, wenn Kliniken und die Krematorien überlastet sind/waren! Diese Politiker können sich die Welt eben nicht so einfach zurechtbiegen wie so einige, die eine Meinung haben und im Internet nach Inhalten suchen, die die eigene Meinung stützen (und beim Faktencheck durchfallen würden).
    Ich kann wirklich alle Eltern verstehen, die die Bildungssituation und die Isolation der Kinder für unzumutbar halten. Wir haben selber drei Töchter. Das ist doch aber kein Argument für die Beendigung des Lockdowns. Momentan haben wir einen exponentiellen Anstieg durch die Corona Mutanten und es sind leider noch nicht genügend geimpft und wir fangen an alles zu lockern, weil wir es einfach nicht mehr aushalten.
    Wir westlichen Wohlstandskinder, die in den letzten Jahrzehnten weder im Krieg noch an Hunger leiden mussten, können oder wollen uns anscheinend nicht vorstellen, dass es Situationen gibt, die Einschränkungen der eigenen Freiheit fordern, um die Gesellschaft vor Krankheit, Leid und Tod zu bewahren.
    Also, die Lage ist scheiße, ich bin auch maximal gefrustet, die Politiker sind überfordert, wir Eltern auch, die Kinder leiden, die Lehrer und Erzieher sind überlastet, die Selbständigen und Künstler sind bald pleite, die Ärzte und Pfleger leisten Unglaubliches, die Angehörigen von schwer Erkrankten leiden am Besuchsverbot, die Alten und auch Jungen sterben. Und da gibt es natürlich viele, die ich hier noch vergessen habe.
    Aber wir alle sind mit dafür verantwortlich, dass wir die Inzidenzen nicht effektiver runter bekommen haben, weil es einfach zu viele gibt, die sich nicht ausreichend eingeschränkt haben. Denn wenn wir das alle diszipliniert getan hätten, dann hätten wir jetzt wie in Korea ein erträglicheres Leben führen können und unsere Kinder würden auch nicht so leiden.
    In dem Sinne hoffe ich, dass sich unsere Situation schnellstmöglich verbessert.
    Lieben Gruß
    Luisa Theresa

  19. Liebe WunderMusikSchule,
    ich schließe mich den Ausführungen von Björn und Simon (und einigen Weiteren) an.
    Mit großem Befremden habe ich ihre Stellungnahme – nicht nur hier über ihren Blog sondern auch über den Musikschulnewsletter (was ich im Übrigen für ein völlig unpassenden Kanal halte, um solche Statements abzugeben) – zur Kenntnis genommen.
    Ich kann verstehen, dass sie als Musikschule gerne gemeinsam mit den allgemeinbildenden Schulen wieder eröffnet hätten, auch verstehe ich, dass der Lockdown sie vor finanzielle Belastungen stellt.
    Ich verstehe aber nicht, dass sie diese Punkte in eine Wutrede über verfehlte Politik und „die-da-oben“ überführen.
    Wir sehen im Moment, dass die Inzidenzen bei Jüngeren seit den Lockerungen wieder deutlich steigen – wer kann dabei behaupten, dass Schließungen von Einrichtungen und weitere Maßnahmen bislang nicht dazu beigetragen haben, Schlimmeres zu verhindern?
    Mein Sohn lernt sein Instrument gerne bei ihnen, auch sehe ich – soweit ich das beurteilen kann – dass der Onlineunterricht für ihn super funktioniert, insofern sehe ich auch keine Notwendigkeit einer schnellen Öffnung der Musikschule.
    Ich weiß allerdings nicht, was ich nach ihrem Schreiben von der WunderMusikSchule halten soll.
    Hierfür wäre es für mich auch interessant zu wissen, ob ihr Beitrag eine Privatmeinung darstellt oder die Meinung aller Musiklehrer*innen der Schule widerspiegelt, vielleicht können sie hierzu Stellung beziehen?
    Bleiben sie alle gesund!

  20. Liebe Musikschule,

    ich danke euch für die klare Positionierung. Euer Mut tut mir gut. Ich sehe es wie viele andere der hiesigen Kommentator:innen, dass es schon erschreckend ist, dass es mittlerweile Mut braucht, seine Meinung zu vertreten. Wobei…

    Wenn ich an die reißerische Berichterstattung seit einem Jahr denke, in der sich Superlative stets zu übertreffen versuchen und hässliche Polaritäten aufgerufen werden, die scheinbar Feindbilder generieren und füttern wollen, dann ist es eigentlich nicht verwunderlich.

    Diejenigen, die hier viele Tote bei Aufhebung des Lockdowns prognostizieren, möchte ich fragen, wie sie denn allgemein zu den bisherigen Lockerungen stehen bzw. standen? Sind Maßnahmen der Lockerung für sie erst denkbar, wenn sie offiziell erlaubt sind (siehe aktuell etwa die eingeschränkte Öffnung der Kitas aufgrund des „stabilen, sehr geringen Infektionsgeschehens an Berliner Kitas“ – für viele überraschend, wobei der Zustand nicht neu ist, soweit ich weiß)?

    Vor allem, wenn ich auf meine Kinder schauen und die Monate, die sie nun mit starken Einschränkungen und nicht nachvollziehbaren/praktisch einhaltbaren Regeln leben müssen, frage ich mich, wo ihre Rechte und Bedürfnisse berücksichtigt worden sind. (Kindheit lässt sich doch nicht nachholen oder verschieben…) Ja, würde ich eine Schadensliste schreiben, fiele sie auch lang aus. Auch ich vermisse die Verhältnismäßigkeit der getroffenen Maßnahmen.

    Lasst uns trotz allem oder gerade deswegen zuversichtlich und, wann immer möglich, liebevoll zugewandt sein.

    Herzlich
    Antonia

  21. Liebe WunderMusikschule,

    auch ich möchte mich ganz ausdrücklich den Gegenstimmen zu Eurem Beitrag anschliessen. Wie alle anderen habe auch ich wirklich vollstes Verständnis für Euren Unmut und die aktuelle Notlage vieler. Ich bin sehr froh über den Einsatz Eurer tollen Lehrer*innen, die ihr Bestes geben, unsere Kinder online zu unterrichten. Das ist eine feste Größe im Homeschooling Alltag und war uns bislang jeden Cent wert – auch wenn der Unterricht natürlich kein ganz gleichwertiger Ersatz zum Präsenzunterricht sein kann. Ich habe unsere andauernde Mitgliedschaft bei Euch bislang nicht in Frage gestellt und sie trotz schwankender Motivation meiner Kinder als wichtige Unterstützung an Euch gesehen.

    Eure Mail an den Verteiler der Musikschule letzten Sonntag hat mich jedoch auf vielen Ebenen stark beunruhigt, geärgert und verunsichert.
    1. Ihr bezeichnet die Maskenpflicht als Irrweg und viele weitere Maßnahmen als überzogen. Was mache ich als Mutter, die absolut überzeugt von der Richtigkeit der aktuell geltenden Hygieneregeln ist, nun mit dieser Aussage? Werdet ihr, wenn die Musik-Schule wieder aufmachen darf, ein entsprechendes Hygienekonzept haben, welches alle dann geltenden Vorgaben (inkl. Maskenpflicht) ernsthaft berücksichtigt? Nach Eurer Mail hört es sich für mich leider nicht danach an und einem vermeidbaren Risiko werden wir aus dem Weg gehen müssen, das gebietet die Vernunft.
    2. Die pauschalen Äußerungen über die Politiker*innen sind absolut kontraproduktiv und überhaupt nicht zielführend. Solche Pauschalisierungen sind gefährlich und blasen ins Horn der Menschen, die „die da oben“ als Feindbild etablieren wollen. Wie ich sehe habt ihr hier auf der Webseite den Aufruf, den ihr noch in der Mail gestartet habt schon abgewandelt und fordert nun nicht mehr den „Rücktritt aller verantwortlichen Politiker*innen“ sondern „nur“ noch die Aufhebung aller Lockdown Maßnahmen. Auch ruft ihr nicht mehr, wie in Eurer Mail, alle Eltern dazu auf, sich dieser Forderung anzuschließen.
    3. Jeder hat selbstverständlich das Recht auf eine eigene Meinung. Mit Eurer Mail an uns Musikschulmitglieder habt Ihr aus meiner Sicht aber Privates und Berufliches unzulässig vermischt. Ich hätte verstanden, wenn Ihr uns gebeten hättet, uns gemeinsam mit Euch für die baldige Zulassung von Einzelunterricht in der Musikschule einzusetzen. Ich verstehe und unterstütze auch, dass Ihr uns auffordert, durchzuhalten und Euch weiterhin zu unterstützen – denn ich bin überzeugt von der Qualität Eures Unterrichts und Eurer Lehrer. Aber ich finde es absolut falsch, den Mail-Verteiler zu nutzen, um persönliche Ansichten über Politik und Wissenschaft zu teilen und aufzurufen, sich diesen politischen Forderungen anzuschließen. Das gehört aus meiner Sicht nicht in diesen Verteiler. Ich bin sehr erleichtert, dass Eure Mail explizit die Meinung der Musikschulleitung und nicht die Meinung der Lehrer*innen darstellt und ich hoffe, dass Eure Lehrer*innen am Ende nicht die Leidtragenden davon sein werden.
    Ich hoffe sehr, dass wir alle gemeinsam, in konstruktiver Zusammenarbeit mit Politik und Wissenschaft, die nächste Zeit meistern können und schon bald wieder Lockerungen möglich sind.

    1. Liebe WunderMusikschule,
      auch ich möchte mich ganz ausdrücklich der Gegenposition zu eurem Beitrag anschließen. Ich unterstütze besonders die Punkte, die Caroline in ihrem Beitrag anspricht.

    2. Liebe Wundermusikschule, liebe Alle,

      ich war letzte Woche gerade dabei, auch meinen Sohn neu bei Wunder anzumelden, als Eure Mail uns erreichte und starke Irritation auslöste. Wir bleiben dabei, aber ich muss deutlich Stellung beziehen, dass ich Eure Ansicht nicht teile und bedrohlich finde. Ich möchte nicht Situationen wie in Italien erleben müssen, wo Ärzte und Ärztinnen darüber entscheiden müssen, wessen Leben sie retten und welches nicht, wo Pflegende bis ans Ende ihrer Kräfte versuchen, Patient*innen zu retten, keine Situationen wie in New York, wo Leichen in provisorischen Zelten gelagert werden müssen, weil die Bestattungen dem Sterben nicht mehr hinterherkommen.
      Wir haben keine Erfahrungen mit Pandemien, diese mussten wir erst sammeln durch falsche und richtige Maßnahmen, deren Auswirkungen oft erst im Nachhinein erfasst werden können. Kein Zweifel, dass Entscheidungen fehlerhaft waren, manche lassen sich tatsächlich schwer nachvollziehen, und die deutsche Behäbigkeit mit ihren Regulierungssystemen und föderale Uneinheitlichkeit trugen häufig bestimmt nicht dazu bei, alle Maßnahmen verstehen und nachvollziehen zu können. Hier Kritik zu äußern ist berechtigt, denn sie ist notwendig, um daraus zu lernen.
      Unstrittig bei hochinfektiösen Krankheiten sind jedoch nachhaltige Hygienekonzepte, und dass Ihr das Tragen von Masken seit April in Frage stellt, besorgt mich sehr. Wir schlittern sehenden Auges in die dritte Welle, die Mutationen gehen mit schwerwiegenderen Krankheitsverläufen einher, auch bei jüngeren Erkrankten, und wir alle können uns nur schützen, wenn wir alle uns an solche einfach umzusetzenden Maßnahmen halten. So tragen wir aktiv dazu bei, dass dieses Pandemie- und Lockdown-Elend, unter dem so viele auf unterschiedlichste Weise leiden, schneller ein Ende findet. Nicht mit Aufrufen, alles zu unterlassen.
      Die Musiklehrer*innen haben ihren Unterricht so gut es ging nach Online übertragen. Natürlich ist der Online-Unterricht kein einhundertprozentiger Ersatz, aber er hat gut funktioniert und war immer eine willkommene Abwechslung im Homeschooling-Alltag.
      Ich hadere ebenfalls mit Eurer politischen Ansprache über diesen Verteiler, gleichzeitig weiß ich damit auch, dass wir gut und transparent miteinander besprechen müssen, wie der Unterricht mit unseren Kindern stattfinden soll. Ich finde interessant, wie sich hier in diesem Format die Vielfalt der Meinungen ausdrücken kann, und ich habe Hoffnung, dass die Diskussion darüber konstruktiv bleibt.

  22. Liebe Leitung der Musikschule, ich bin heute erst zum lesen Ihrer sehr ausführlichen Texte und der vielen Kommentare der anderen Eltern gekommen. Ich muß sagen, ich teile Ihre Sorge um die Unverhältnismäßigkeit der Maßnahmen. Die Kollateralschäden werden meiner Meinung nach viel zu wenig berücksichtigt! Leider stoße ich in meinem Bekanntenkreis immer eher auf Ablehnung, wenn ich das anspreche. Es herrscht allgemein eine sehr große Angst und ich finde nur wenig Bereitschaft, sich auf die ein Gespräch über Alternativen einzulassen. Die neuerlichen Berichte in den Medien sind nun etwas kritischer, was sehr gut ist! Ich habe aber immer noch den Eindruck, daß man wenn man das Vorgehen der Politik grundsätzlich in Frage stellt, schnell „zu diesen Leuten“ gehört. Das ist sehr schade! Insofern möchte auch Ihnen für ihren Mut danken, auch wenn der Kanal über den Versand einer Email sicher etwas ungewöhnlich war. Viele Grüße, Brigitta W.

  23. Hallo,

    auch ich möchte mich den Vorredner:innen anschließen, die ihr Unverständnis über die Mail und das Posting geäußert haben.
    Ich halte sowohl den Rahmen als auch den Inhalt für mehr als fragwürdig.
    Wir gehören zu denen, die vor kurzem gekündigt haben, mit dem festen Willen wiederzukommen, wenn die Zeit wieder reif ist bzw. mit einem unserer anderen Kinder. „Die Zeit wieder reif“ meint nicht, die Möglichkeit des Präsenzunterrichts, sondern die Tatsache, daß unsere Tochter nicht ausreichend zu motivieren war (nicht Coronabedingt) und wir auch der Empfehlung durch den Lehrer gefolgt sind. Vorher haben wir aus Überzeugung und weil wir das Glück haben, es bezahlen zu können, selbstverständlich die Musikschule, sowie auch weiterhin alle Sportvereine, etc. unterstützt, da uns die Einschränkungen in der Pandemie bewusst sind und wir möchten, dass alles erhalten bleibt, für die Zeit, wenn es wieder möglich ist.
    Als ich Ihre Mail las, war ich kurz glücklich, nicht vor die Entscheidung gestellt zu sein noch kündigen zu müssen, ehrlichweise wäre diese für mich ein Anlass gewesen. Gleichzeitig war ich traurig, da wir die Möglichkeiten einer tollen Kiezmusikschule auch zukünftig noch nutzen möchten und mir das nach dieser Mail fragwürdig erscheint.
    Den Unmut und die persönliche Wut kann ich verstehen, diese Pandemie lässt uns alle hilflos zurück – finanziell und emotional. Und auch einige Entscheidungen der Politik sind nur schwer nachvollziehbar, Pauschalisierungen lehne ich aber ab, es ist für uns alle die erste Pandemie und um Nachhinein ist man oft schlauer. Bzw. im Nachhinein von erfolgreichen Präventivemaßnahmen hat man oft das Gefühl, sie seien nicht notwendig gewesen – das Präventionsparadox.
    Ihre Forderung nach einem Rücktritt aller verantwortlichen Politiker ist aus meiner Sicht demokratiegefährdend und gefährlich!
    Neben dieser Forderung empfand ich Ihrer Meinung zu Masken besorgniserregend, wenn unsere Kinder oder Mitschüler in ihren Präsenz-Musikunterricht gehen, müssen wir im Kiez darauf Vertrauen können, das die Musikschule nicht zum Viren-Brandbeschleuniger wird. In vielen Klassen der Arnold-Zweig-Grundschule sitzt mind. eine:r Ihrer Schüler:innen, ein Fall und ganze Klassen und dazugehörige Lehrer:innen müssen für zwei Wochen in Quarantäne. Um trotzdem guten Gewissens die Kinder irgendwann wieder zu Ihnen zu schicken, braucht es die Sicherheit, dass Sie die Regelungen ernst nehmen und die entsprechenden Hygienemaßnahmen umsetzen. Mit Ihrer Mail streuen Sie diesbzgl. Zweifel und wie ein Kiez so ist, werden gerade schon Videos von Probestunden bei Ihnen rumgeschickt, die diese Zweifel nähren indem dort einzelne Verantwortliche bei Ihnen leider keine Maske tragen.
    Es wäre toll, wenn Sie diesbzgl noch einmal klar Stellung beziehen würden um hier Sorgen und Ängste zu zerstreuen. Sie müssen es nicht für richtig, aber sich trotzdem dran, halten.
    Darum bitte ich im Sinne aller Nachbarn, aber auch für Sie und Ihre Lehrer:innen.
    Bleiben Sie gesund.

  24. Hallo, wundervolle WunderMusikSchule,
    vielen Dank für Euren Mut! Ich bin froh über Euer Statement. Eine Musikschule sollte unbedingt ihre politische Meinung äußern dürfen, gerade mit Blick auf den harten Lockdown, der so viele Musiker und Künstler derzeit trifft. Ihnen die Existenz raubt und in prekäre Arbeit zwingt bzw. in Harz IV. Unsere Regierenden haben es so richtig verbockt. Der erste Lockdown, ok. Da wussten wir nicht so viel. Doch mittlerweile gibt es unzählige Studien die belegen, dass Lockdowns nicht zielführend sind. Die WHO warnt vor Lockdowns. Sie plädieren für ein aufheben aller harten Lockdowns. Spätestens nach der Studie von John P. A. Ioannidis sollten alle Alarmglocken läuten! Er hat laut seiner Studie folgende Lockdown-Nebenwirkungen beschrieben:
    die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage
    Hunger
    unterbleibende Schutzimpfungen
    Zunahme von Nicht-COVID-Erkrankungen
    häuslicher Missbrauch
    Schädigung der psychischen Gesundheit
    ein Anstieg der Suizid-Rate
    Er spricht sich für zielführende Maßnahmen aus! Abstand, Hygiene, Maske, Verzicht auf Großveranstaltungen etc. Das kann alles auf der Seite der WHO nachgelesen werden.
    Genauso unsinnig ist es sich nach dem hriligen Inzidenzwert zu richten! Dieser sagt überhaupt nichts aus, er ist irreführend und lässt alle in Panik verfallen, wo keine ist. Die wichtigen Zahlen sind doch die Intensivbetten und die Toten. Im letzten Jahr und auch dieses Jahr hatten wir keine Übersterblichkeit und keine extreme Auslastung der Intensivbetten. Die Zahlen können ebenfalls beim RKI eingesehen werden. Lockdown-Befürworter sehen natürlich im Lockdown das Heilmittel. Aber da frage ich jetzt einfach, warum sind dann die Fallzahlen so hoch? Das passt aus meiner Sicht nicht zusammen. Lockdown = weniger Tote ist ein Irrglaube mit Blick auf den Inzidenzwert und die positiv getesteten Zahlen.

    Von daher bin ich ganz bei Euch. Lockdown sofort beenden und Leben retten!

    Vielen Dank. Wir sind sehr froh unsere Kinder bei Euch zu haben. Der Online-Unterricht ist leider auf Dauer schwer zu ertragen. Wir motivieren unsere Kinder so gut wir können und hoffen auf eine baldige Öffnung, vielleicht vor Ostern.

    Ich bin froh, dass es noch selbstdenkende Menschen gibt.

    Beste Grüße
    Susanne

  25. Liebe Denise, lieber Martin,
    die Wundermusikschule ist für Pankow eine so große Bereicherung. Ihr habt da etwas Fantastisches komplett aus eigener Kraft aufgebaut und viele Kinder aus Pankow werden ein Leben lang von den tollen Lehrern und der inspirativen Athmosphäre in der Musikschule profitieren. Und wenn Ihr Euch darauf beschränkt hättet, Eure bedrohte wirtschaftliche Lage darzustellen, hättet Ihr sicher eine uneingeschränkte Solidaritätswelle auslösen können. Leider missbraucht Ihr den E-mail-Verteiler der Eltern für die Verbreitung von privaten politischen Ansichten, die ich nicht teile. Das empfinde ich als übergriffig. Und die Tatsache, dass der Post hier in den Kommentaren soviel positives Feedback bekommt, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein Großteil der Eltern sich kommentarlos abwenden wird. Und das wäre einfach so schade, wenn Ihr damit die Existenz des großartigen Ortes, den Ihr und die anderen Musiklehrer aufgebaut habt, gefährdet. Ich schreibe das hier öffentlich, weil ich Euch kenne und weiß, dass Ihr tolle Menschen seid und alle Leser Eures Posts, denen dieser aufgrund der geäußerten politischen Statements nicht gefällt, dazu auffordern möchte, Euch diesen Post zu verzeihen und weiter der Wundermusikschule treu zu bleiben. Und vielleicht beschränkt Ihr Euch in Eurem Posts zukünftig auf die Darstellung der wirtschaftlichen Bedrohung der Musikschule in Eurem Interesse (Eure politische Meinung könnt Ihr ja weiter auf x-beliebigen Social Media Kanälen diskutieren) und vor allem auch in meinem Interesse, weil ich möchte, dass es Euch auch in Zukunft in Pankow gibt. Und hoffentlich bleibt Ihr Pankow auch noch lange nach dieser tatsächlich sehr herausfordernden Pandemie erhalten. Allen also weiterhin viel Kraft, Durchhaltevermögen und Gesundheit!
    Euer Sebastian

  26. Liebe Denise und lieber Martin, sehr überrascht über Euer offenes Bekenntnis hier! Ich seh das ganz genau so und werde Euch immer gerne unterstützen. (Jedenfalls so lange die Kinder noch Lust haben.) Grüße aus Hamburg!

  27. Man muss Corona schon ernst nehmen, das ist klar. Leute werden krank und sterben. Mein Eindruck ist aber , dass diese Gesundheitskrise instrumentalisiert wird. Wie sonst erklärt sich, dass kritische Leute wie Wodarg von Anfang an mit allen Mitteln diskreditiert wurden? Ich fand das wirklich auffällig, und zwar von Anfang an, das war und ist eine richtige Kampagne, an der auch die sogenannten Faktenchecker wie Correctiv beteiligt sind. Wenn man sich die Artikel dort genau anschaut, findet man kaum Argumente, aber viel Rhethorik und Nebelkerzen. Und das wird dann von der dpa und damit von allen anderen einfach übernommen. Es gibt ein Gutachten von einem Juristen (Professor Martin Schwab), der die Berichte über Wolfang Wodarg gründlich analysiert hat, meiner Meinung nach eine sehr lohnenswerte Lektüre. Ich freue mich aber, dass die Diskusstion hier offenbar serh zivil zu verlaufen scheint.

  28. Ich verstehe es nicht: warum muss eine Meinung, die einem nicht passt, zur Folge haben, dass man den ganzen Menschen oder das was er tut, ablehnt. Warum den Vertrag kündigen, statt das Gespräch aufzunehmen, sich zu streiten, inhaltliche Argumente auszutauschen, am Ende vielleicht festzustellen, dass man nie einer Meinung sein wird – und dann das Kind zur nächsten Unterrichtsstunde bringen, weil die Musikschule als Musikschule eine tolle Arbeit macht..?

    Danke dafür, dass ihr es schafft, so tolle Lehrer zu versammeln und in der Musikschule eine so wundervolle Atmosphäre aufzubauen, so dass der Unterricht doppelt Spaß macht! (So schnell wie möglich bitte wieder „in echt“)
    Danke für euren Mut, euer Nicht-einverstanden-sein zu formulieren. Und danke für diese treffenden, klaren Worte, die auch meine Meinung wiedergeben, meine Ängste abbilden und meine Hoffnungen formulieren!
    Auf dass wir gemeinsam einen guten Weg finden – Daniela

  29. Liebe Denise, lieber Martin!

    Wir sind ja so stolz, dass unsere Kinder bei Euch an der Musikschule sind! Wir sehen das ganz genau so! Seid geherzt und umarmt für euren Mut!

    Wir sind dauerhaft fassungslos darüber, was hier passsiert. Die Angstberichterstattung hat die Menschen vollkommen verschreckt und gefügig gemacht und ihnen den Verstand geraubt. Die Medien berichten zu einseitig. Der Konformitätsdruck ist gewaltig. Und jeder, der ausschert, wird an den Pranger gestellt. Viele ducken sich einfach weg und lassen alles über sich ergehen. Wir haben es hier mit einem negativen Rückkoppelungseffekt im Informationsfluss zu tun haben, der von Aktivisten, die sich für Journalisten halten, Ideologen, Fanatikern und Trittbrettfahrern angeheizt wird und unsere Wahrnehmung zu Corona verzerrt. Es ist richtig, dass etwas mehr Menschen als üblicherweise sterben. Doch wir haben keine Mortalität, die das alles rechtfertigt! Wie ihr sehr schön geschrieben habt, ist die geringe Mortalität auch nicht auf Lockdowns, sondern auf weniger restriktive Maßnahmen zurückzuführen. Viele Menschen bemerken nicht, dass wir über das Ziel hinausschießen.

    Außerdem ist mir unverständlich, dass sich Elten tatsächlich um die Corona-Sicherheit ihrer Kinder sorgen. Für Kinder ist das keine ernstzunehmende Krankheit! Und wer kaum bis keine Symptome entwickelt, spielt auch als Überträger nur eine geringe bis keine Rolle. Macht Euch lieber Sorgen über das psychische Wohlergehen eurer Kinder! Habt endlich Mut über den Tellerrand zu schauen!

    Liebe Grüße

    Manuela & Frank

  30. Liebe Leitung der Wundermusikschule,

    langsam mache ich mir ernsthafte Sorgen, ob mein Kind bei Ihnen in Zeiten von Corona gut aufgehoben ist (so begeistert ich ansonsten vom Musikunterricht selbst bin, der dank des Engagements der Lehrerin auch digital sehr gut funktioniert). Zwar kann ich Ihre Sorge vor wirtschaftlichen Problemen sehr gut nachvollziehen. Doch stelle ich mir nach den zwei Beiträgen verstärkt die Frage, wie ernst es die Schulleitung damit meint, die Kinder, Lehrkräfte und deren Angehörige vor den Auswirkungen der Pandemie zu schützen.

    Ich möchte Sie daher bitten, Ihr Hygienekonzept für den Präsenzunterricht mit Blasinstrumenten darzulegen, also wenn keine Maske getragen werden kann.

    Davon abgesehen halte ich den Email-Verteiler einer Musikschule für die Darstellung einer Privatmeinung eindeutig falsch und fühle mich instrumentalisiert. Ich bin überzeugt, dass es im weltweiten Netz hierfür geeignetere Orte gibt.

    Beste Grüße!

  31. Liebe Denise, lieber Martin,

    Danke dass ihr so klar Stellung bezieht. Eure Argumente sind schlüssig, und ich teile die Wahrnehmung, dass der Preis den wir alle zahlen immens hoch und nicht mehr tragbar ist. Ich habe großen Respekt, dass ihr trotz den aktuell sehr verhärteten Meinungsfronten euer Recht auf freie Meinungsäußerung nutzt. Erst wenn einer, vielleicht auch auf unkonventionelle Weise, sich aus der Deckung traut, kann eine Diskussion beginnen. Dieser Blogbeitrag und die Kommentare sind dafür ein spannendes Zeugnis.
    Völlig unabhängig davon sehe ich die Unterrichtsqualität, die ich absolut schätze. Wir lassen bewusst unseren Vertrag weiterlaufen, auch wenn wir kaum am Onlineunterrricht teilnehmen (da wir versuchen Bildschirme zu reduzieren). An alle gesetzlichen Vorgaben habt ihr euch bisher gehalten, und ich muss nicht die Meinung jedes Anbieters zu 100% teilen um sein Angebot zu nutzen.
    Eurer Mut, eine solch unbequeme Diskussion anzustossen ist inspirierend für meinen Alltag und meine Begegnungen.

    Alles Gute, ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen!
    Liebe Grüße, Nora

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